Labyrinth der Wörter

“Zuneigung ist etwas, das im Verborgenen wächst. Sie schlägt einfach Wurzeln und wuchert dann schlimmer als Quecken. Wenn es erst mal so weit ist, ist alles zu spät: Das Herz kann man schließlich nicht mit Unkrautfrei behandeln, um die Zärtlichkeit darin auszurotten.”

So einfach und doch so poetisch spricht Germain Chaze, in den Vierzigern, Hilfsarbeiter, Analphabet, Muskelpaket, gutmütiger Grobian. Germain ist anders, als die als “normal” geltenden Menschen. Er denkt einfach, spricht aus, was er denkt und das nicht immer mit der feinsten Wortwahl. Germain hat eine Mutter, Freunde und sogar eine Geliebte, aber was Liebe wirklich bedeutet, erfährt er erst, als er im Stadtpark Margueritte begegnet. Die kleine alte Dame schleicht sich in sein Leben und in sein Herz und bringt mit ihren Büchern, aus denen sie ihm vorliest, unbemerkt Germains Welt durcheiander. Er beginnt nachzudenken: über sich selbst, über das Leben und die Liebe und er beginnt zu lesen …

Dieses Buch steckt voller Realität und liest sich doch wie ein Märchen. Germains Weltsicht ist ehrlich, offen und oftmals ein besonders Vergnügen. Mit einfachen Wendungen und beinahe banalen Vergleichen gelingt es ihm, den Nagel auf den Kopf zu treffen. Dabei nutzt er eine Sprache, die simpel und derb und vielleicht gerade darum gleichzeitig höchst poetisch ist.

Man taucht ein in dieses Märchen, ist traurig, gerührt und immer wieder belustigt.

Das Buch wurde zurecht verfilmt und kein anderer als Gerard Depardieu ist für die Rolle des Germain denk- und vorstellbar. Trotzdem scheue ich mich noch davor, mir den Film nzuschauen. Kann er den Zauber des Buches, diesen spröden Charme aufrecht erhalten … Was sagt ihr dazu?

“Und außerdem gibt es eine Menge Leute auf der Welt, für die das Glück auf ähnliche Weise ausstirbt, wie die Jibaros, die Gorillas oder das Ozon aussterben. Es bekommen nicht alle gleich viel ab. Das wäre ja bekannt, wenn das so wäre. Das Glück ist eben nich kommunistisch.

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Urlaubsgrüße – Nadine’s Postkartenaktion

JUHUUUUU, ich bekomme POST, Uralubsgrüße von irgendwoher rund um die Welt oder vielleicht auch nur von hier um die Ecke! Egal, Hauptsache Postkarten! Mindestens 5 Stück!

Wieso ich das jetzt schon weiß?

Weil ich bei Nadine’s Postkartenaktion mitgemacht habe :-)

 

Die Ferienzeit hier im Saarland hat begonnen, meine 5 Adressen habe ich auch schon, mit dem Verschicken meiner Karten warte ich aber noch ein bisschen. Eigentlich wollen meine Autorin und ich die Ferienzeit nutzen, um mich so richtig DRUCKREIF herauszuputzen, damit ich im Oktober auf der Buchmesse in Frankfurt erscheinen kann … . Aber die Ferien sind lange und wer weiß, wohin es uns noch verschlägt! ÜBERRASCHUNG! Auch für mich!  :-)

Wer auch Spaß am Postkarten schreiben und Urlaubskarten bekommen hat und ganz spontan noch mitmachen will, hat Glück! Die Aktion wurde nämlich verlägert. Zur Anmeldung gehts hier:

http://www.readit.info/blog/3565/aufruf-einer-weiteren-postkarten-blogparade/

Und ganz nebenbei, kann man auch noch was gewinnen …

SPONSOREN sind:

… und es werden noch mehr …

So macht Urlaub Spaß!!!

Gruß und Kuss

die Flo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Love is a Mix Tape

 

Love is a Mix Tape

Dies ist eine Geschichte von Liebe, Leid und lauter Musik lässt Rob Sheffield, der Autor dieses Buches, seine Leser gleich vorne auf dem Cover wissen und dann beginnt er zu erzählen …

 

… eine Geschichte voller Liebe, Leid und lauter Musik!

Wir machen eine kleine Zeitreise zurück in die 80er Jahre. Rob und Renée haben sich nie gesucht und doch gefunden. Die beiden verbindet nicht nur eine unbändige Liebe zueinander, sondern auch die Liebe zur Musik. Die beiden heiraten. Renée stellt ihre eigenen MixTapes zusammen. Sie hat MixTapes für jede Gelegenheit: zum Autofahren, zum Abwaschen, … und sie macht MixTapes für Rob. Dann stirbt sie plötzlich an einer Lungenembolie und Rob bleibt alleine mit all den MixTapes.

Jahre später erinnert er sich mit Hilfe dieser alten Musikkassetten an seine Frau, die gemeinsamen Jahre und den Zeitgeist der 80er Jahre. Dabei entsteht dieses Buch!

Ein Buch voller Trauer, Tod, Erinnerungen und trotzdem steckt darin ganz viel Leben.

Ein Buch, dass einen zum Schmunzeln und zum Weinen bringt.

Ein Buch von der Liebe und von Musik.

Ein Buch, dass daran erinnert, wie sehr die Musik einen durchs Leben trägt – in guten, wie in schlechten Tagen.

Ein Buch, dass mich NIRVANA hat neu entdecken lassen.

 

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ANNA

Anna,   A-N-N-A von hinten wie von vorne ein Palindrom!

Ganz einfach! :-)

So wie Freundeskreis es singt:

Freundeskreis: A-N-N-A

 

 

 

 

 

 

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Euphemismus des Tages: Rohtalent

Ja, ich, Florentine Kessler, bin ein Rohtalent, was das Programmieren, Sidebaren, Verwidgeten, Pluginnen, Tags- und Taps- und AIP- und ID- und RSS-krieren eines Blogs betrifft. Mag sein, dass ich mich noch etwas linkisch anstelle,  aber wenn ich diesbezüglich irgendwelche ironische Kommentare zu höre kriege, ziehe ich ganz andere Seiten auf. Es gibt bestimmt Leute, die  aus einer noch begriffsstutzigeren Kategorie kommen als ich. Oder rede ich mir das nur wieder schön?

 

 

 

 

 

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Weiße Nächte

Wie so oft, ist diese Wortschöpfung auf den ersten Blick eine Contradictio, ein Widerspruch im Beiwort, aber es gibt sie wirklich, die Weißen Nächte!

  • Es sind Nächte, in denen die Sonne nur kurz untergeht, so dass es auch nachts nicht wirklich dunkel wird.
  • In einer solchen Nacht in St. Petersburg spielt auch eines meiner Lieblingsbücher von Fjodor M. Dostojewski: Weiße Nächte! Eine Erzählung, die nicht nur laut Klappentext zu den schönsten Liebesgeschichten der Welt gehört.
  • Die Ialiener und die Franzosen erklären ihr durchzechten Nächte als “le notti bianche” bzw. “les nuits blanches”!
  • Die Griechen bezeichnen ihre Siesta als Weiße Nacht.
  • Die Rumäner nutzen den Ausdruck, wenn sie eine Nacht mit schlaflosem Hin- und Herwälzen verbringen.
  • In dem Visconti-FilmWeiße Nächte” geht es nicht nur um durchgefeierte Nächte, sondern auch um Nächte, in denen es ununterbochen schneit.
  • “White Nights – Die Nacht der Entscheidung”, heißt ein US-amerikanscher Tanzfilm nch einem Drama von Taylor Hackfield, der teilweise in Sibirien spielt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Verträge sind gemacht

… und es wurde viel gelacht, Aachener Printen zum Dessert, Freiheit, Freiheit, die Kirchentags-Acappella-Percussion-Gruppe rum-ta-ta, nur der Papst, der war nicht da …

Aber wer braucht schon den Papast, wenn der Segen von ganz oben kommt. Mit Ankunft in Aachen und dem ersten Händeschütteln vor dem Elisenbrunnen brach die Sonne durch, verscheuchte die Wolken, strahlte den ganzen Tag mit meiner Autorin um die Wette und rückte alles ins rechte Licht. Na ja, nicht alles, für die Kameras war es zu hell, zu grell, das eigens mitgebrachte (alkoholfreie) Bier wurde zum Anstoßen zu warm und bald begannen alle zu schwitzen, was nicht an den Vertragskonditionen lag.

Am Samstag, den 28.05.2011 hatten wir uns schon am frühen Morgen mit dem Auto nach Aachen aufgemacht, bereit, den Pakt mit dem Teufel einzugehen. Ich durfte mit, in der Handtasche als ramponiertes Manuskript voller Eselsohren, Randnotizen, durchgestrichenen Seiten und Flatterblättern. Aber das war okay, ich habe mich nicht beschwert, denn ich wusste ja, dieser Tag sollte alles ändern. Ein, zwei Unterschriften an der richtigen Stelle und mich würde es bald schön gedruckt, ordentlich formatiert, und vor allem nicht mehr nur in dieser Handtasche sondern überall zu kaufen und zu lesen geben … Freiheit, Freiheit, ist das einzige was zählt …

In dem feinen Elisenburnnen-Restaurant gingen der Verlagsleiter Hung und meine Autorin Rike zusammen den Vertrag Punkt für Punkt durch. Dann wurde es feierlich. Das Klicken der Kameraauslöser untermalte den Akt der Unterzeichung. Schwitzige, leicht zittrige Hände bei meiner Autorin, souveräne Stiftführung beim Verlagsleitet. Dann wurde der Vertrag in einem edlen schwarzen Kuvert in Lederoptik überreicht. Ich sage bewusst nicht “übergeben”, weil das falsche Tatsachen suggerieren könnte. Obwohl es mir in der Handtasche schon etwas flau im Magen war bei der ganzen Aktion und bei meiner Autorin stellte sich langsam ein leichtes Hungergefühl ein.

Aber an Essenszeit war noch nicht zu denken. Kaum unterschrieben, ging es schon an das Eingemachte. Mit Melanie, der Lektorin, wurde die weitere Vorgehensweise besprochen. Ich versuchte zu lauschen und erfuhr, dass der Titel auf jeden Fall geändert werden muss. Puh,  nur der Titel, zum Glück nicht mein Name, den würde ich nur ungerne hergeben, den mag ich. Für den Titel wird uns schon noch was Passendes und weniger Lateinisches einfallen.

Danach entführte uns Andreas, auch als Insektor bekannt, in ein Separee. Hier sollte im intimen Kreise bei verglasten Wänden in Richtung vollbesetzter Restaurantterasse das Fotoshooting für das offizielle Autorenprofil stattfinden. Dabei ging es heiß her. Um das perfekte Foto schnapp zu schießen stand in dem Bücherregal nachher nichts mehr so, wie es mal war, Der Dalai Lama wurde genau so verrückt, wie die Pferdeflüsterin und das Lexikon für Oldtimer. Ein Teelichtglas entschied sich ganz freiwillig vom Tisch zu fallen und auch vor Kannibalenwitze wurde nicht zurückgeschreckt. Nur die Puderdame, die gibt es voraussichtlich erst bei der nächsten Vertragsunterzeichung, falls es eine Fortsetzung gibt. Der final Shot war schlussendlich der beste!

Dann ging es quer durch Aachen und es gab doch noch was zu Essen, ein bisschen Sightseeing und ein bisschen Shopping zur Feier des Tages. Auf den Heimweg machten wir uns dann zwar nicht mit einem Foto für die Autorenmappe aber mit einem frisch unterzeicheten Autorinnen-Vertrag für Rike Reinau und den Roman Contradictio in adiecto (Arbeitstitel) .

FREIHEIT, ich kooooommmmmeeeeeee!!!!!

Die Flo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Roman-tische Gefühle …

Das ist sie, meine Autorin:

Rike Reinau

Gerade hat sie ihren ersten Autorenvertrag unterschrieben.

EPIDU machts möglich :-)

 

 

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Hilfe, ich werde verlegt!

Schlüssel werden verlegt, Parkett wird verlegt und jetzt auch ich!

Flo wird verlegt – JUHUUUUUUUUUUUUUU!!!!

 

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Rebellion einer Romanfigur – Flo’s Zirkus beginnt

Hallo Leute,

ich bins, Florentine Kessler, aus dem Roman “Contradictio in adiecto” von Rike Reinau. Noch kennt mich kaum jemand. Kein Wunder, ich bin ja auch noch nicht gedruckt, aber das ändert sich bald. Von solchen Kleinigkeiten will ich mich mal nicht abhalten lassen. Schließlich bin ich eine positiv denkende Pessimistin! Und immerhin werde ich verlegt! Ob gedruckt, oder nicht, mich gibt es! Okay, nicht wirklich! Ich bin zwar nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Papier und Druckerschwärze, aber ich habe Gefühle. Ja, die hab ich und davon nicht zu knapp. Und ich habe meinen eigenen Kopf!
Als Romanfigur ist man seinem Autor ausgeliefert. Über alles, was man tut und sagt, bestimmt der Autor. Nun, ich hab es ganz gut getroffen. Meine Autorin stürzt mich zwar von einem Gefühlschaos ins nächste und lässt mich immer wieder in Fettnäpfchen treten, aber immerhin wurde ich noch nicht ermordet oder von einem Wahnsinnigen verfolgt, hab mich (glaube ich) noch in keinen Vampir verliebt, mir sind bisher keine Aliens begegnet, ich habe keine Superkräfte in mir entdeckt, keine geheime Mission zu erfüllen, ich bin keine psychopatische Massenmörderin und eine Zeitreise blieb mir auch noch erspart. Was ich erlebe, ist nur der ganz normale Wahnsinn einer Singlefrau auf der Suche nach ihrem eierlegenden Wollmilcheber. Aufregung genug!
Trotzdem brauche ich mehr Freiraum! Ich will meine Persönlichkeit entfalten und beweisen, dass in mir mehr als eine Romanfigur steckt! Das hier ist mein Revier! Meine Notizecke! Ihr könnt mich lesen, und begleiten, und mitverfolgen, wie ich zum fertigen Roman werde …

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