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Der Roman

So sollte er ursprünglich heißen, der Roman rund um mich, Florentine Kessler. Das ist nichts Unanständiges und eigentlich auch kein bisschen obskur. Na gut, es kommt einem vielleicht ein bisschen spanisch vor, obwohl es Latein ist. Das klingt jetzt ganz schön hochtrabend und kompliziert, aber eigentlich ist es ganz einfach.

Contradictio in adiecto ist ein Stilmittel und heißt nichts anderes als Widerspruch im Beiwort, sowas wie: schwarzer Tag, bewaffneter Frieden, junges Alter, leichtes Übergewicht, eiskalte Leidenschaft, realer Traummann …

Ich sammle solche Stilmittel. Contradictios, Euphemismen, Palindrome, …, es ist herrlich, mit was für Sprachschätzen die Menschen so um sich werfen. Ich schnappe sie alle auf und habe mir sogar eigens eine Wortschatzschatulle dafür zugelegt: Die eierlegende Wollmilchsau.

Ja, mag sein, ich habe da wohl eine etwas seltsame Marotte, aber eigentlich geht es in meinem Roman um etwas ganz anders, eigentlich suche ich meinen eierlegenden Wollmilcheber, eigentlich sehne ich mich nach einem ganz normalen Familienwahnsinn, so, wie meine Freundin Suse ihn hat. Liebe funktioniert dann, wenn das WIR genau so wichtig ist, wie jedes einzelne ICH darin, das ist meine florentinische Philosophie in Sachen Liebe. Für die Beziehung zu meinem Freund Tobias finde ich leider keinen passenden Euphemismus mehr, doch bevor mir Melancholie zu einem nächtlichen Dauergast wird, frische ich die alte Bekanntschaft zu meiner neuen Single-Weggeh-Freundin Doris auf und stelle mich den großen Kleinigkeiten des Lebens. Dabei muss ich entdecken, dass nicht nur ich selbst, sondern auch mein ganzes Umfeld, die ganze Welt voller Widersprüche steckt, und dass das Leben verdammt noch mal etwas großartig, wunderbares ist, aber auch ganz schön eklig sein kann.

Und überhaupt, wenn Nachtlebenbekanntschaften bei Tageslicht nichts taugen, wie ist es bei Neonlicht? Wie lautet das Kleingedruckte im Handbuch für Single-Weggeh-Freundinnen? Ist Martin immer noch ein Wüstling? Wieviel ist eine Messerspitze Salz? Wie geht man mit einer Es-geht-so-Umarmung um? Wie lautet der vollständige Name von Pipi Langstrumpf? Sind die Herzschläge für ein ganzes Leben abgezählt? Ist platonische Liebe kein Widerspruch im Beiwort? Warum bin ich mir in Alexanders Nähe selbst suspekt? Was bedeutet ein Stirnkuss? Ist Phillip ein feiger Held? Und was ist die größte Contradictio, die mir je untergekommen ist?

Lest selbst! Im Roman-Ticker und bald auch richtig zum Umblättern im Buch!

www.epidu.de/buch/541/

 

 

 

 


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