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Le Havre – nostalgisch, charmant, französisch!

Posted by on 8. September 2011

Der neue Film von Aki Kaurismäkis. Ein Film, wie er französischer nicht sein kann. Es ist ein stiller Film, oberflächlich passiert nicht viel, doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail und im Detail geschieht eine Menge …

Es geht um das Leben in der verschlafenen Hafenstadt Le Havre in der Normandie. Es geht um Alltagssorgen, um Liebe, Nachbarschaft, Krankheit, Flüchtlingspolitik, Humor, Nächstenliebe, Herzlichkeit, Hilfe, Comebacks, Abschied und Wunder.

Die Dialoge erinnern an Loriot, die Szenen erscheinen wie eine Aneinanderreihung von Gemälden oder Fotografien aus den 50er Jahren. Überhaupt scheint diese kleine Stadt mitsamt ihren Bewohnern und dem fabelhaften Trenchcoat-Inspektor aus der Zeit gefallen zu sein, wären da nicht immer wieder diese verflixten conträren Details, die dem Ganzen so einen eigenwilligen Charme verleihen. Sei es der Schuhputzer Marcel Marx neben dem Nobelschuhladen, der Denunziant mit Handy, die Euros in der 50er-Jahre-Kneipe, welche bezeichnender Weise den Namen “Bar La Moderne” trägt, der Reporter mit der manuellen Kamera, während sein Bild in der Tageszeitung von 2007 erscheint, das SEK neben dem Inspector Cluseau-Verschnitt. Und am Ende ist man sich nicht ganz sicher, ob es ein Happy End ist oder doch ein tragisches?

Es gibt in diesem Streifen viel zu sehen und zu entdecken. Ein Film zum Liebhaben. Ein Film mit einem Schmunzeln als Nachhall, weil die vielen Details sich erst erschließen, wenn man eine Weile darüber nachdenkt und dann will man ihn noch einmal sehen, um noch weitere Kuriositäten zu entdecken.

 

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