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Labyrinth der Wörter

Posted by on 1. Juli 2011

“Zuneigung ist etwas, das im Verborgenen wächst. Sie schlägt einfach Wurzeln und wuchert dann schlimmer als Quecken. Wenn es erst mal so weit ist, ist alles zu spät: Das Herz kann man schließlich nicht mit Unkrautfrei behandeln, um die Zärtlichkeit darin auszurotten.”

So einfach und doch so poetisch spricht Germain Chaze, in den Vierzigern, Hilfsarbeiter, Analphabet, Muskelpaket, gutmütiger Grobian. Germain ist anders, als die als “normal” geltenden Menschen. Er denkt einfach, spricht aus, was er denkt und das nicht immer mit der feinsten Wortwahl. Germain hat eine Mutter, Freunde und sogar eine Geliebte, aber was Liebe wirklich bedeutet, erfährt er erst, als er im Stadtpark Margueritte begegnet. Die kleine alte Dame schleicht sich in sein Leben und in sein Herz und bringt mit ihren Büchern, aus denen sie ihm vorliest, unbemerkt Germains Welt durcheiander. Er beginnt nachzudenken: über sich selbst, über das Leben und die Liebe und er beginnt zu lesen …

Dieses Buch steckt voller Realität und liest sich doch wie ein Märchen. Germains Weltsicht ist ehrlich, offen und oftmals ein besonders Vergnügen. Mit einfachen Wendungen und beinahe banalen Vergleichen gelingt es ihm, den Nagel auf den Kopf zu treffen. Dabei nutzt er eine Sprache, die simpel und derb und vielleicht gerade darum gleichzeitig höchst poetisch ist.

Man taucht ein in dieses Märchen, ist traurig, gerührt und immer wieder belustigt.

Das Buch wurde zurecht verfilmt und kein anderer als Gerard Depardieu ist für die Rolle des Germain denk- und vorstellbar. Trotzdem scheue ich mich noch davor, mir den Film nzuschauen. Kann er den Zauber des Buches, diesen spröden Charme aufrecht erhalten … Was sagt ihr dazu?

“Und außerdem gibt es eine Menge Leute auf der Welt, für die das Glück auf ähnliche Weise ausstirbt, wie die Jibaros, die Gorillas oder das Ozon aussterben. Es bekommen nicht alle gleich viel ab. Das wäre ja bekannt, wenn das so wäre. Das Glück ist eben nich kommunistisch.

Flo’s Literaturkategorieeinstufung: Unisexliteratur

2 Responses to Labyrinth der Wörter

  1. Mandel

    Hallo liebe Rike,

    natürlich darfst du verlinken. Ach ja, “Das Labyrint der Wörter” ist ein ganz tolles Buch! :) Ich verlinke auch gerne zurück, wenn ich darf.

    LG,
    Mandy

  2. rike678

    Hey Mandy,

    entschuldige, dass ich jetzt erst antworte! Mein Blog hat seine Domain geändert und war daher ne Weile nicht erreichbar. Natürlich darfst du zurück verlinken, freu mich!

    Ganz liebe Grüße

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